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Giebel: Die Stirnseite mit Charakter.
Der Giebel ist die Wandfläche an der Stirnseite eines geneigten Daches, meist dreieckig unter einem Satteldach. Er prägt die Ansicht des Hauses, bestimmt die Ausrichtung auf dem Grundstück mit und taucht im Baurecht auf, wenn Bebauungspläne die Giebelständigkeit vorschreiben.
Giebelständig oder traufständig.
Steht der Giebel zur Straße, spricht man von giebelständig, zeigt die Traufseite zur Straße, von traufständig. Manche Bebauungspläne legen das fest, um ein einheitliches Straßenbild zu sichern. Für den Grundriss ist die Frage relevant, weil Eingang, Garage und Terrassenlage der Ausrichtung folgen.
Gestaltung am Giebel.
Der Giebel trägt oft die gestalterischen Akzente: große Fensterflächen, die das Obergeschoss belichten, oder beim Zwerchgiebel ein zusätzlicher Quergiebel, der Licht und Raum in die Dachzone bringt. Höhen wie First und Traufe werden am Giebel gemessen und mit den Vorgaben des Bebauungsplans abgeglichen.
Und bei unseren Haustypen?
Unsere Taunushäuser mit Satteldach zeigen den klassischen Dreiecksgiebel, die Stadtvillen mit Walmdach haben keinen, dort ist das Dach vierseitig abgewalmt, und das Bauhaus mit Flachdach schließt oben mit der Attika ab. Die Giebelfrage entscheidet sich also schon mit der Wahl des Haustyps.
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